Work-Life-Balance und Selbstständigkeit – ist das ein Widerspruch? Nein. Wenn du es richtig angehst, kann Work-Life-Balance sogar einer der Vorteile deiner Selbstständigkeit werden. Aber wie schaffst du es, das auch umzusetzen?

Zum einen willst du deine Leidenschaft zum Beruf machen und zum anderen willst du mehr Zeit für dein Privatleben. Die Balance zu halten, ist nicht immer so einfach. 

Warum Selbstständige sich schnell überarbeiten

Als Selbstständige*r bist du ständig erreichbar und hast oft das Gefühl, mehr arbeiten zu müssen. Dein Feierabend ist nicht so wie bei anderen und es kann schnell passieren, dass man sich in einer Endlos-Arbeitsschleife wiederfindet. Da wird abends eben schnell eine Mail beantwortet oder am Wochenende gearbeitet. Dass zu viel arbeiten auf Dauer nicht gesund sein kann, ist kein Geheimnis.


Warum ist Stress schädlich für dich und dein Business?

Deine Gesundheit leidet

Der Körper braucht Ruhe und Erholung, um sich zu regenerieren. Gesundheitlich können die Folgen von Schlafproblemen, Depressionen, Burnout ("Selbständigkeit macht mich kaputt") bis hin zu Herzproblemen reichen.

Deine Leistungsfähigkeit sinkt

Was auch nicht vergessen werden sollte: du willst zwar alles für dein Unternehmen geben, aber wenn es dir nicht gut geht oder du überarbeitet bist, leidet deine Produktivität, deine Kreativität und somit dein Unternehmen darunter. Deine Motivation sinkt eher, was sich ebenfalls negativ äußert.

Dein Umfeld leidet

Neben den beruflichen Folgen kann es auch noch zu sozialen Folgen kommen. Du verbringst weniger Zeit mit Freunden und Familie, verpasst vielleicht wichtige Ereignisse im Leben der anderen oder bist einfach mit den Gedanken doch bei der Arbeit und kannst die freie Zeit nicht so genießen, wie du es eigentlich willst.


5 Work-Life-Balance Maßnahmen für Selbstständige

Um wirklich eine Work-Life-Balance aufzubauen, kannst du einige Dinge tun. Setze deine Gesundheit nach oben auf die Prioritätenliste und versuche, einige Maßnahmen für deine Work-Life-Balance umzusetzen.

1. Deine Zeit planen

Du planst deine Meetings, trägst dir Termine in den Kalender ein und guckst dann am Ende des Tages, ob du noch Zeit für dich hast. Deine Auszeiten können doch auch in den Kalender. So kannst du deine Freizeit planen und stellst sicher, dass du auch wirklich Freizeit hast. Plane auch deinen Urlaub als Selbstständige*r und blocke dir die Tage oder Wochen im Kalender. Hier heißt es aber auch: sei bei deiner Freizeit genauso konsequent, wie du es mit geschäftlichen Terminen bist.

2. Arbeitszeiten bestimmen

Als Selbstständiger kannst du oft deine Arbeitszeiten selbst bestimmen. Nur solltest du aufpassen, dass sie nicht dich bestimmen. Setze dir feste Arbeitszeiten, sodass du wirklich einen Feierabend hast.

3. Ausschalten und abschalten

Feste Arbeitszeiten sind aber erst der Anfang. Gönn dir eine Digital Detox. Mach das, was dir Spaß macht und denk nicht an die Arbeit.

4. Einfach mal rauskommen

Für die Work-Life-Balance kann es auch helfen, sich neue Hobbys zuzulegen. Oder die Hobbys, die man schon hat, regelmäßiger auszuführen. Frage dich immer wieder mal: Was hilft bei Stress? Wichtig ist, dass du etwas machst, das dir Spaß macht und du nicht nur arbeitest. Gerade, wenn du von zu Hause arbeitest, ist es wichtig, auch mal rauszugehen und etwas anderes zu sehen und zu machen.

  • Das finnische Konzept Sisu

5. Aufgaben abgeben

Bei der Arbeit kann man einiges delegieren und abgeben. Das geht auch außerhalb des Jobs. Es hängt natürlich immer von deiner Situation ab, aber du kannst zum Beispiel das Einkaufen abgeben und dir deine Lebensmittel liefern lassen. So sparst du schon ein wenig Zeit, die du für dich einsetzen kannst.


Für einen guten Ausgleich zwischen Arbeit und Freizeit ist es wichtig, dass du nicht aus den Augen verlierst, warum du dich selbstständig gemacht hast. Und vor allem solltest du auch immer darauf achten, dass es dir gut geht. Du hast dir die Auszeit und Erholung verdient!