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In wenigen Schritten gute Geschäftsideen finden

Selbstständigkeit · 15.03.18 17:35 · Jessi Laurila

business-idea

Träumst du davon, dich selbstständig zu machen, aber du hast noch keine passende Geschäftsidee? Keine Sorge, das Finden einer Idee ist gar nicht so schwer wie du denkst! Mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit verfügst du bereits über Fähigkeiten oder Wissen, die sich in Form eines Business monetarisieren lassen. In diesem Blogbeitrag zeigen wir dir, welche Fragen und Vorgehensweisen dir bei der Ideenfindung helfen können. 

Tipps für die Ideensuche - 3 mögliche Herangehensweisen

Bei der Suche nach einer Geschäftsidee gibt es verschiedene Möglichkeiten. Folgende Herangehensweisen und Fragen bilden einen guten Ausgangspunkt für dein Brainstorming.

 

Worüber ärgerst du dich?

Viele tolle Geschäftsideen beginnen mit einem Ärgernis oder einem Problem. Das wird schnell deutlich, wenn man sich die Entstehungsgeschichten bekannter Unternehmen anschaut. Oft sind bahnbrechende Innovationen entstanden, um ein einfaches Alltagsproblem zu lösen oder ein bereits existierendes Produkt zu verbessern.
Überlege dir:
  • Gibt es etwas, worüber du dich schon oft geärgert hast?
  • Worüber beschweren sich deine Freunde, Kollegen und Verwandte?
  • Was ist viel zu teuer?
  • Hast du dir vielleicht schon öfter ein Produkt oder eine Dienstleistung herbeigesehnt, die eine Lösung für ein bestimmtes Problem bietet?

Vielleicht kannst du die Menschen in deinem Umfeld oder in bestimmten Netzwerken auch befragen, um herauszufinden, wo bei ihnen der Schuh drückt. Indem du die „Pain Points“ von verschiedenen Zielgruppen ermittelst, kannst du anfangen, gezielt Lösungen zu entwickeln.

 

Was macht dir Freude?

Dieser Rat wird von Berufsberatern gerne gegeben: Mach das, was dir Freude macht!Wenn du etwas mit Freude und Enthusiasmus tust – ganz gleich ob Sport, Fotografie oder Kochen – dann lässt sich das mit hoher Wahrscheinlichkeit in ein Business umwandeln. Der Vorteil: Ein Business aufzubauen kann ein langwieriger Prozess sein, der viel Durchsetzungsvermögen und Disziplin verlangt. Wenn du für eine Sache brennst und in deinem Element bist, wird dir die Arbeit viel leichter von der Hand gehen. Auch das Marketing deiner Leistung oder deines Produktes wird dir deutlich leichter fallen, wenn es sich um ein Herzensthema handelt. 

Überlege:

  • Was macht dir Spaß?
  • Für welches Talent wurdest du schon oft gelobt?
  • Womit verbringst du am liebsten deine Freizeit?
  • Mit welchen Dingen kannst du dich stundenlang beschäftigen, ohne dass du es merkst?   
  • Was würdest du tun, wenn Geld keine Rolle spielen würde?

Welche Trends gibt es?

Eine weitere Möglichkeit, potentielle Geschäftsideen zu finden, ist die Beobachtung von Trends:

  • Was ist gerade angesagt?
  • Worin liegt vielleicht noch unentdecktes Potenzial?
  • Gibt es Trends, aus denen sich Produkte oder Leistungen ableiten lassen?

Wenn du ein Gespür für aktuelle Trends bekommen möchtest, kannst du zum Beispiel einen Blick auf Amazon (besonders die US-amerikanische Version) werfen: Was für Themen dominieren dort gerade auf den Bestsellerlisten für Bücher? 

Recherchiere auch:

Was für Innovationen wurden auf Crowdfunding-Plattformen erfolgreich finanziert? Lassen sich auch hier gewisse Trends ablesen? Worüber wird in sozialen Netzwerken gerade heiß diskutiert? Online-Tools wie Trendosaur oder Quora können ebenfalls Indizien für Trends liefern. Du kannst zum Beispiel herausfinden, welche Produkte gefragt sind oder welche Fragen Menschen beschäftigen.

 

Integriere die Ideensuche in deinen Alltag

Die besten Ideen entstehen oft unter der Dusche oder in anderen Alltagssituationen. Nur leider vergessen wir viele Einfälle, sobald wir abgelenkt werden oder etwas Zeit vergeht. Damit du ab jetzt alle deine genialen Geistesblitze einfängst, solltest du diese möglichst schnell notieren. Führe dafür immer ein handliches blanko Notizbuch mit oder nutze eine App in deinem Smartphone. Wichtig ist, dass du es dir zur Gewohnheit machst, Ideen umgehend aufzuschreiben. Es geht dabei nicht darum, die Einfälle zu bewerten oder sie perfekt darzustellen. Vielmehr hilft dir diese Praxis, deinen Fokus zu halten und dein Unterbewusstsein in den Kreativmodus zu schalten.


Welche Art von Business passt zu mir?

Eine wichtige Frage, die du dir stellen solltest, betrifft die Form deines Business. Möchtest du lieber mit einzelnen Kunden arbeiten oder bastelst du lieber im Hintergrund an Produkten? Je nachdem, welche Fähigkeiten und Qualifikationen du mitbringst und welche persönlichen Präferenzen du hast, kann deine Geschäftsidee ganz unterschiedliche Formen annehmen.


Arbeit als Freelancer

Es gibt eine ganze Reihe von Dienstleistungen, die sich sehr gut als Freelancer im Internet verkaufen lassen. Dazu zählen u. a. Grafikdesign, Webdesign, Buchhaltung, Content Writing oder auch Social-Media-Management und Coaching – also alles, was man leicht mit einem Computer und einer Internetverbindung erledigen kann.

Der Vorteil: Als Freelancer hast du in der Regel geringe Gründungskosten und kannst schnell loslegen, insbesondere, wenn du bereits über das benötigte Know-how oder eine entsprechende Ausbildung verfügst. Hinzu kommt, dass du viele Aufgaben bequem im Homeoffice oder auch unterwegs erledigen kannst. Dadurch hast du mehr Flexibilität und kannst – soweit du dir es wünscht – dein Büro auch mal an andere Orte verlegen oder sogar als digitaler Nomade durch die Welt reisen.

Mittlerweile gibt es im Internet auch viele Plattformen, auf denen man seine Dienste anbieten oder Projekte finden kann. Zwar ist die Bezahlung auf Upwork und Co. nicht immer die beste, aber du kannst dir einen guten Eindruck darüber verschaffen, was für Leistungen besonders gefragt sind und deine ersten Erfahrungen mit Kunden sammeln.


Solopreneur-Business

Der Aufbau eines Solopreneur-Business ist ein nächster möglicher Schritt, wenn du nicht nur einzelne Dienstleistungen verkaufen möchtest. Der Unterschied zu reinen Freelancer-Diensten oder Tätigkeiten als Freiberufler ist die Skalierbarkeit dieses Geschäftsmodells. Anstatt deine Zeit für Geld zu tauschen, etwa durch Einzelberatungen oder einzelne Projekte, verkaufst du digitale oder physische Produkte oder auch einen „Productized Service“, also eine Dienstleistung, die man als festes Paket (z. B. im Abo) anbietet. Der Fokus liegt nicht auf einzelnen Kunden oder Projekten, sondern auf Prozessen.


Geschäftsideen jenseits vom Internet  

Natürlich gibt es auch eine Reihe von Geschäftsideen, bei denen es um physische Produkte oder Leistungen geht, die nicht (nur) im Internet angeboten werden. Dazu zählen zum Beispiel ein klassisches Ladengeschäft, ein persönlicher Concierge-Service oder die Organisation von Erlebnisreisen.

Auch für „traditionelle“ Geschäftsmodelle läuft die Ideenfindung ähnlich ab. Allerdings musst du bei der Gründung andere Faktoren berücksichtigen als bei einem Business, bei dem der Fokus hauptsächlich online liegt. Nicht nur die anfänglichen Investitionen sind oft deutlich höher, auch die Abläufe unterscheiden sich unter Umständen stark von denen im Internet.


Befreie dich von Perfektionismus

Hast du bereits einige Ideen in der Schublade, aber bist dir unsicher, ob sie gut genug sind?

Fakt ist, dass ein Großteil von Geschäftsideen nie in die Tat umgesetzt wird. Lässt man (angeblich) fehlende Ressourcen und fehlende Zeit als Ursachen außen vor, dann gibt es vor allem ein gedankliches Hindernis, das Menschen davon abhält, überhaupt zu starten: Perfektionismus.

Viele Gründer verfallen dem Irrglauben, ihr Produkt muss erst absolut perfekt sein, bevor man es verkaufen kann. Oder sie glauben, erst erfahrener Experte sein zu müssen, um sich vor ein Publikum zu wagen. Sie feilen Jahre an einer Idee, recherchieren endlos weiter und planen bis ins kleinste Detail, nur um am Ende festzustellen, dass keiner an ihrem Angebot interessiert ist.

Falls dein Perfektionismus dich ausbremst, solltest du dich immer daran erinnern:

Selbst die beste Idee ist wertlos, wenn sie nie Realität wird.

Erfahrene Unternehmer raten deshalb dazu, Ideen schon frühzeitig zu testen und die Planungsphase möglichst kurz zu halten. Dieser Ansatz ist vor allem durch die Lean-Startup-Methode von Eric Ries populär geworden.

Der Vorteil ist, dass du schnell Feedback bekommst und die Reaktionen am Markt testen kannst. Funktioniert eine Idee nicht, kannst du sie entweder anpassen und weiter verbessern oder sie notfalls fallen lassen – noch bevor du sehr viel Geld und Zeit investiert hast.


Fazit: Deine Geschäftsidee ist oft näher als du denkst

Gute Geschäftsideen müssen nicht immer kompliziert oder völlig neuartig sein. Du brauchst nicht jedes Mal das Rad neu zu erfinden, um als Selbstständiger erfolgreich sein zu können. Schau dir dafür Unternehmen in deinem Umfeld an. Wie viele davon haben wirklich ein völlig neuartiges Konzept?

Vielleicht denkst du auch, dass du keine besonderen Fähigkeiten hast. Oft ist es jedoch so, dass man seine eigenen Talente als Selbstverständlichkeit ansieht und gar nicht merkt, dass man bereits über eine Menge Stärken verfügt, die sich in ein Business umwandeln lassen. Wenn du analysierst, was dir wirklich Freude macht und wofür dich Menschen loben, bist du auf der richtigen Fährte!


 

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