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Mit Livestreaming zum skalierbaren Geschäftsmodell – Interview mit Sebastian Jabbusch

Gründerstorys · 04.11.19, 09:03 · Hanna Meiners

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Das Interesse für Politik, Öffentlichkeitsarbeit und Technik zieht sich wie ein roter Faden durch die Biografie von Sebastian Jabbusch, Inhaber der Berliner Agentur Public Impact

Schon während seines Studiums an der Universität Greifswald war er politisch aktiv und beschäftigte sich intensiv mit Medien. Als eine PR-Agentur auf Sebastian aufmerksam wurde, folgte der Umzug nach Berlin, wo sich der Politikwissenschaftler schnell einen Namen als Experte für Themen rund um Social Media, Öffentlichkeitsarbeit und Internet machte. Es folgten weitere Anstellungen bei Agenturen sowie ein Job beim Familienministerium. Im Jahr 2015 dann gründete Sebastian seine eigene Agentur mit dem Schwerpunkt politische Kommunikation.

 

„Das Beratergeschäft ist oft ziemlich fluktuierend “

Das Angebot von Public Impact richtet sich in erster Linie an öffentliche Einrichtungen wie Vereine, Stiftungen, Behörden oder Regierungen. 

„Ich mache mir Gedanken, wie man schöne Geschichten und Konzepte entwickeln kann”, beschreibt Sebastian seine Tätigkeit als Berater. “Es gibt ja von Kirchengemeinden bis zu Jugendverbänden und Seniorenheimen einfach unheimliche viele Organisationen, die in irgendeiner Form Öffentlichkeitsarbeit machen wollen oder müssen.“

Die Idee zu seinem neuen Livestreaming-Service entstand bei dem Versuch, mehr Sicherheit und Stabilität in das eigene Business zu bringen und weniger abhängig von einem großen Kunden zu sein. „Das Beratergeschäft ist oft ziemlich fluktuierend “, weiß der Gründer. So müsse er sich bei der Europäischen Kommission, einem wichtigen Hauptkunden, jährlich neu bewerben und gegen viele Konkurrenten durchsetzen.   

„Ich habe nach einem neuen Geschäftsmodell gesucht, das dezentraler und nicht mehr von mir allein abhängig ist und das ich skalieren kann.“

 

Das Konzept: Livestreaming radikal einfach und günstig

Das neue Konzept entstand, als die Europäische Kommission nach einer kostengünstigeren Alternative zum traditionellen Livestreaming suchte.

“Sie waren es leid, für einen eine Lesung mit 20 Schülern 5000 - 8000 Euro für ein Livestream-Setup zahlen zu müssen. Das ist normalerweise der Minimalpreis, den man zahlen muss, wenn man drei Leute hat, die vor Ort kommen, große Kameras, ein Lieferwagen,  Satelliten-Uplink... Das sind normalerweise die Anforderungen.“

Aufgrund der alten Kabel und dem daraus resultierenden langsame Internet, so Sebastian, musste früher für jeden Livestream ein Satelliten-Uplink geholt werden. „Da habe ich etwas gegooglet und eine Lösung gefunden, wie man mit mehreren Handys ein Setup aufbauen kann, indem man die Handys übers WLAN verknüpft und dann alles auf einem iPad live schneidet.” 

Sein Angebot sei ein “Zwischending zwischen dem Profi-Setup oder einer amateurhaften und wackeligen Lösung mit einem einzelnen Handy.” 

Für Kunden stellt diese Lösung eine kostengünstige Alternative dar. Das kleinste Standardpaket mit drei Kameras und einem Live-Schnitt kostet alles inklusive 500 Euro. 

Sebastian fasst zusammen: „Das ist unser Ziel. Wir wollen den Preis auf ein Zehntel reduzieren.“

 

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„Es gibt eigentlich keinen Grund mehr, keinen Livestream zu machen“

Veranstaltungen sind teuer, das weiß der Medienexperte aus seiner langjährigen Erfahrung sehr gut. „Neben der Miete für die Location zahlen die Menschen oft ja auch viel Geld für die Anreise und natürlich ist da auch die Zeit, die auf die Vorbereitung draufgeht.“

Mit seinem neuen Streaming-Angebot könne man die sowieso schon aufwändige Veranstaltung für “nur 500 Euro mehr” live streamen, erklärt Sebastian. Das gesamte Equipment passe dabei in einen einzigen Koffer. 

„Das ist das, was wir machen wollen: Livestreaming so günstig und so einfach anbieten für so viele Veranstaltungen wie möglich – bis hin zur Vereinssitzung vom Gärtnerverein. Die können dann zum Beispiel ihre Vereinssitzung live streamen für einen vertretbaren Betrag.“ 

Das Angebot eigne sich aber auch für eine Pressekonferenz oder eine kleine Produktvorstellung eines Startups. „Das waren alles Dinge, die vorher nicht möglich waren. Wir sagen jetzt: Es gibt eigentlich keinen Grund mehr, keinen Livestream zu machen.“

Für Public Impact bedeutet das neue Angebot eine Reihe von Veränderungen. Das Projekt wurde zunächst in Berlin gestartet, das Ziel ist aber, erst innerhalb von Berlin und dann bundesweit zu expandieren. „Die Kernidee ist, dass wir in Zukunft bundesweit Teams haben, die das Livestreaming ausführen, die wir mit Equipment und dem Know-how ausstatten. Wir übernehmen das Marketing und den Vertrieb.” 

 

„Ich möchte zu jeder Zeit Zugriff auf allen Zahlen haben“

Für sein Unternehmen nutzt Sebastian schon seit einiger Zeit das Geschäftskonto von Holvi. Bei der Auswahl des Kontos war die Verfügbarkeit von Daten für ihn besonders wichtig.

„Ich möchte immer Zugang zu allen Zahlen haben. Klingt absurd und klein, aber ist so wichtig: Dass man zu jeder Zeit Zugriff auf alles hat. Dass traditionelle Banken es bis heute nicht schaffen, Zugriff auf alle ausgeführten Buchungen zu verschaffen und man dann im Nachhinein noch viel Geld dafür zahlen muss, ist für mich nur schwer zu verstehen.“

Bei Holvi könne er aufgrund von Filtern leicht nach Buchungen suchen und jederzeit auf alle Informationen zugreifen. Ein weiteres Auswahlkriterium war die Kompatibilität mit seiner Buchhaltungssoftware. „Das war für mich ebenfalls absolut zentral. Ich nutze Lexoffice und war auf einer Suche nach einem Konto, das sich damit verbinden lässt. Jetzt läuft die Synchronisation der Konten wunderbar.“

Auch die Holvi Mastercard kam Sebastian wie gerufen. Er sagt: „Früher hatte ich immer getrennte Kreditkarten und Bankkonten. Entweder war das Konto günstig, aber die Kreditkarte teuer – oder umgekehrt. Holvi ist tatsächlich der erste Anbieter, wo ich die Mastercard und ein Konto zusammen habe.”

Wir fragen Sebastian noch nach seinem Erfolgsrezept. 

„Klein anfangen, konservativ sein, was die finanzielle Planung anbelangt, eine Backup-Strategie haben und sich selbst nicht überschätzen.” 

Danke für das Interview! 

 

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