Holvi Blog für Selbstständige & Freelancer*innen

Brauche ich ein Geschäftskonto?

Selbstständigkeit · 01.07.20 14:00 · Hanna Meiners

Geschäftskonto ja oder nein? Selbstständiger bei der Arbeit

Spätestens wenn der Umsatz steigt und aus einem anfänglichen Hobby ein echtes Business wird, stellt sich für Selbstständige und Freelancer*innen die Frage: Geschäftskonto, ja oder nein?

 

Ist ein Geschäftskonto Pflicht?

Als UG oder GmbH bist du gesetzlich verpflichtet, deine geschäftlichen Finanzen mit Hilfe eines Geschäftskontos getrennt zu halten.  Für Freiberufler*innen oder Einzelunternehmen gibt es keine gesetzliche Pflicht für ein separates Geschäftskonto.

Trotzdem sprechen einige Gründe für eine saubere Trennung von deinen privaten und geschäftlichen Finanzen.

 

4 Gründe, die für ein Geschäftskonto sprechen

 

1. Vermeide Chaos bei der Buchhaltung

Welche Ausgabe ist privat und welche geschäftlich?

Wenn alle Transaktionen über ein einziges Girokonto laufen, ist Chaos in der Buchhaltung leider oft vorprogrammiert. Spätestens, wenn du an deiner Steuererklärung sitzt, musst du mühsam alle Kontobewegungen durchgehen und Belegen zuordnen. 

Mit einem separaten Geschäftskonto hast du private und geschäftliche Zahlungen sauber getrennt und kannst Zeit und Nerven sparen.

Ein weiterer Vorteil: Sollte es mal zur Betriebsprüfung kommen, musst du dem Finanzamt nicht Einblick in alle deine privaten Finanzen geben.

 

2. Behalte deine Finanzen im Blick

Wie viel Geld steht dir tatsächlich zur Verfügung?

Wenn du all dein Geld in einen Topf wirfst, ist es schwierig, den Überblick über die finanzielle Lage und den Cashflow deines Unternehmens zu behalten.

Besonders wichtig ist die Trennung der Finanzen, sobald dein Unternehmen umsatzsteuerpflichtig wird. Die Mehrwertsteuer, die du auf deinen Rechnungen ausweist und von deinen Kunden einnimmst, gehört nicht dir, sondern muss regelmäßig an das Finanzamt abgeführt werden.

Mit nur einem Konto besteht eine besonders große Gefahr, dass du deine Umsatzsteuerzahllast falsch berechnest und versehentlich Firmen- und Steuergelder für private Zwecke ausgibst.

Fehler hierbei können wiederum zu Bußgeldern führen und dir zusätzliche Kosten verursachen – Geld, das du anderswo besser einsetzen könntest.

 

3. Vermeide Ärger mit der Bank

Neben diesen ganz praktischen Gründen gibt es noch einen weiteren Aspekt, der für ein Geschäftskonto spricht.

Bei den meisten Banken ist durch die AGB eine gewerbliche Nutzung von privaten Girokonten ausgeschlossen. Ein weiteres Privatkonto zu eröffnen oder ein Unterkonto zu nutzen ist dann auch keine Lösung.

Fällt deiner Bank die geschäftliche Nutzung irgendwann auf, wirst du wahrscheinlich aufgefordert, ein Firmenkonto zu eröffnen. Zeigt sich die Bank weniger kulant, kann es sogar vorkommen, dass nachträglich Gebühren berechnet werden.

 

4. Erspare dir späteren bürokratischen Aufwand

Ein Kontowechsel ist immer mit etwas Aufwand verbunden.

Am Anfang deiner Selbstständigkeit ist der Umstieg in der Regel noch schmerzlos, da du weniger Kunden über deine neue Kontoverbindung informieren musst und wahrscheinlich auch noch nicht so viele Lastschriftmandate eingerichtet hast.

Früh auf ein Geschäftskonto setzten lohnt sich, denn du kannst dir später eine Menge Arbeit sparen und auch Ärger mit Rückbuchungen im Zusammenhang mit einem Kontowechsel vermeiden.

 

Traditionelle Bank oder digitales Geschäftskonto?

Es gibt verschiedene Aspekte, die bei der Wahl des passenden Firmenkontos eine Rolle spielen. Frage dich vorab:

  • Wie hoch ist die Kontoführungsgebühr?
  • Welche Leistungen benötige ich im Geschäftsalltag?
  • Gibt es die Möglichkeit, eine Steuer-Software anzubinden oder Buchhaltungsdaten zu exportieren?
  • Nutze ich Einzahlungen und Auszahlungen in bar und wenn ja wie oft?
  • Brauche ich eine Kreditkarte?
  • Bin ich oft im In- und Ausland unterwegs?
  • Fallen Gebühren für Transaktionen an?
  • Wie wichtig sind mir Filialbesuche, wie wichtig Online-Banking, auch per App?

Unterschiede gibt es neben den Kosten auch darin, ob das Konto überzogen werden kann und bei der Auszahlung am Automaten. Möglicherweise möchtest du auch einen Gründerkredit aufnehmen und suchst nach einer Bank, die dir diesen gewähren kann.

Wo klassische Banken vor allem mit Stabilität und Erfahrung punkten können, überzeugen Fintechs mit intelligenten Zusatzfunktionen und günstigen Kosten. Welche Lösung die richtige für dich ist, hängt letztlich von deiner Unternehmensform, deinem Konzept und von deinen persönlichen Vorlieben ab.

Ein digitales Geschäftskonto ist vor allem dann eine gute Lösung, wenn du schnell und unkompliziert durchstarten möchtest und deine Bankgeschäfte bevorzugt online abwickelst.

 

Aber ist ein Geschäftskonto nicht teuer?

Bei traditionellen Geschäftskonten fallen oft monatliche Kontoführungsgebühren und zusätzlich Gebühren für jede Transaktion an. Bei vielen Kontobewegungen im Monat können die Kosten für ein Konto so schnell in die Höhe steigen.

Ein digitales Geschäftskonto ist hier eine gute Alternative. Das kostenlose Holvi Geschäftskonto kannst du in wenigen Minuten online eröffnen. Auch für Überweisungen fallen keine Gebühren an.

 

Praktische Features erleichtern dir die Selbstständigkeit

Ein digitales Geschäftskonto bietet dir viel mehr als nur einfachen Zahlungsverkehr.

Schon in der kostenlosen Variante kannst du mit dem Holvi Geschäftskonto bequem Rechnungen schreiben und verfolgen. Besonders praktisch: Über bezahlte Rechnungen wirst du per Pushnachricht informiert.

Zu allen deinen Transaktionen kannst du bequem Belege speichern und Kommentare hinzufügen. So ist deine Buchhaltung stets aktuell und du bist bestens für die Steuer vorbereitet.

Das spart dir bereits eine Menge Papierkram und vereinfacht dir den Alltag als Selbstständige*r, Freiberufler*in oder Kleinunternehmer*in. Und das ist doch ein guter Grund, zum privaten Girokonto "Ciao" zu sagen.

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