Holvi Blog für Makers & Doers

4 typische Fehler beim Starten als Freelancer

16.11.18 08:14 · Hagen Lippmann

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Als Freelancer zu starten, kann anfangs überwältigend wirken. Du begibst dich auf unbekanntes Terrain und musst erstmal einige entscheidende Erfahrungen machen, um die Grundlagen zu beherrschen.

Glücklicherweise bist du nicht der erste Mensch, der auf dem Mond landen will, sondern kannst darauf vertrauen, dass deine Anfängerfehler schon tausendfach von anderen Gründern begangen wurden. Du kannst also aus ihren Fehlern lernen, indem du dich informierst.

Wir stellen dir hier vier typische und ganz wesentliche Fehler vor, die dir viel Zeit, Nerven und Geld rauben können.

 

Du setzt nur auf einen Kunden

Es klingt erstmal verlockend: Du hast jemanden gefunden, der deine Services regelmäßig braucht und dich dann noch gut bezahlt. Vielleicht ist er zudem noch freundlich, räumt dir Zeit ein, wenn du sie brauchst, und die Kommunikation läuft reibungslos.

Der Monat ist problemlos gefüllt mit diesem einen Kunden. Du denkst dir, dass deine anfänglichen Bedenken, Freelancer zu werden, vollkommen irrsinnig waren und dass das einfacher war als gedacht. Schon bist du in die Falle getappt und hast deine berufliche Karriere von nur einem einzigen Kunden abhängig gemacht.

Diese Abhängigkeit ist jedoch gefährlich und kann dir teuer zu stehen kommen. Beendet der Kunde plötzlich die Zusammenarbeit, hast du keine anderen Einnahmequellen mehr und stehst mit leeren Händen da.

 Aber das ist noch nicht alles: Wenn du nur für einen Kunden arbeitest, kann das Arbeitsverhältnis von den Behörden als Scheinselbstständigkeit gedeutet werden. Aus steuerlicher Sicht entspricht das Schwarzarbeit und wird, wenn Vorsatz im Spiel ist, sogar als Straftat gewertet. 

Wie viele Kunden sollten es dann sein? Es ist schwierig, eine bestimmte Zahl zu empfehlen, da diese neben deiner Auslastung immer auch von deiner Strategie, Branche und Art der Kunden abhängig ist. 

Umgekehrt solltest du natürlich auch nicht automatisch jeden Kunden annehmen, der die eine Anfrage schickt. Ob du einen Kunden annehmen oder ablehnen solltest, hängt von verschiedenen Faktoren ab, die du immer gut abwägen solltest.

 

Du vergisst das Marketing

Es ist am Anfang unvermeidlich: Verschiedenste Alltagsroutinen müssen sich noch einpendeln, neue Programme und Aufgaben erst erlernt werden.

Da kann es sein, dass man die Übersicht darüber verliert, was alles parallel getan werden muss, insbesondere wenn die Auftragslage gut ist. In solchen Fällen sollte man aber nicht vergessen, die eigene (Web-)Präsenz weiter auszubauen und verschiedene Marketingaktivitäten einzuleiten.

Ohne Marketing ist es schwierig, an zukünftige neue Auftraggeber zu kommen oder einen professionellen Eindruck auf neue Firmen zu machen. Selbst Handwerker vom Dorf haben eingesehen, dass man ohne Webpräsenz heutzutage nicht wirklich weit kommt.

Natürlich kannst du deine Aufträge auch auf verschiedensten Suchportalen für Freelancer finden. Aber Achtung: Auf Portalen wird manchmal massiv der Preis gedrückt! Du konkurrierst weltweit mit Anbietern, das heißt auch mit Freelancern aus Billiglohnländern und so ist es schwer, eine angemessene Preispolitik zu halten.

Ein eigenes Marketing, sei es die altmodische Mund-zu-Mund-Propaganda, Networking, eine Webseite, ein digitaler Lebenslauf, ein eigener Blog oder Ähnliches, ist auch gleichzeitig ein Schritt zu mehr Unabhängigkeit.

 

Du glaubst nicht an dich

Du kannst die oder der Beste auf deinem Gebiet sein und genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort – wenn du nicht an dich glaubst, wirst du wichtige Chancen verpassen.  

Aber keine Sorge, auch wenn du erst ganz frisch auf dem Markt bist und noch nicht viele Referenzen vorzuweisen hast, gibt es einige Dinge, mit denen du deine Glaubwürdigkeit als Selbstständiger stärken kannst.

Probiere dich erst einmal in deinem Bekanntenkreis aus und lade Freunde und Familie ein, deine Services zu nutzen. So erhältst du nicht nur ganz einfach deine ersten Referenzen, sondern mindestens genauso wichtig – Feedback!

Je öfter du den Blick in den Spiegel wagst und dir Feedback einholst, desto mehr entwickelst du ein Gefühl für deine Stärken und dafür, welchen Wert du lieferst.

So kannst du dich mit Stolz präsentieren und deine Stimme wird nicht gleich zittrig, wenn du mal vor einer größeren Herausforderungen stehst.

 

Chaos bei deinen Belegen

Projekte bestehen meist aus einer ganzen Menge verschiedener Dateien und Dokumente, die sich über die Zeit schnell ansammeln. Es ist gut, schnellstmöglich ein System dafür zu entwickeln, diese zu archivieren – beispielsweise in einer Cloud.

Egal ob es um die souveräne Kommunikation mit dem Kunden oder mit dem Finanzamt geht – alle Angebote, Rechnungen, Auftragsinformationen, Bildanhänge, Belege etc. sollten mindestens digital griffbereit und immer auf dem aktuellen Stand sein. Das erspart dir peinliche Auftritte, aufwändiges Suchen und möglicherweise auch satte Geldstrafen.

Eine bessere Organisation beginnt bereits mit einem gesonderten Geschäftskonto. Durch die saubere Trennung deiner privaten und geschäftlichen Finanzen, werden die Buchhaltung und das Finanzmanagement deines Unternehmens nicht nur viel übersichtlicher, sondern auch einfacher und, falls du mit einem Steuerberater arbeitest, oft auch erheblich günstiger. Mit einem innovativen Konto wie dem Holvi-Geschäftskonto erhältst du zudem viele praktische Funktionen, die deinen Alltag erleichtern – diese Erfahrungen mit Holvi haben viele unserer selbstständigen Nutzerinnen und Nutzer gemacht. 

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