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Der Unterschied zwischen EC-Karte, Girocard, Kreditkarte und Debitkarte

Geschrieben von Monika Butterweck | 20.06.17 18:16

Heute schon mit EC-Karte bezahlt? Wahrscheinlich nicht. Denn die klassische EC-Karte gibt es schon seit 2002 nicht mehr. Vielen Karteninhabern ist das überhaupt nicht bewusst, dass die Zahlungskarte, die sie zu ihrem Girokonto oder Online-Geschäftskonto bekommen, längst keine EC-Karte mehr ist. Was sind die Nachfolger der EC-Karte?

Häufig ist die Standard-Zahlungskarte mittlerweile eine Debitkarte oder eine Girocard – womöglich mit oder Maestro- oder V-Pay-Branding.

Doch das blau-rote EC-Logo ist immer noch an vielen Geldautomaten zu sehen und auch aus unseren Köpfen nur schwer wegzubekommen. Ist es überhaupt wichtig, ob du nun mit einer EC-, Girocard oder was auch immer bezahlst? Ja, denn es gibt einige Unterschiede.

Ein Rückblick – was war die EC-Karte?

EC stand früher für Eurocheque und war eine reine Garantiekarte für die Einlösung von Eurocheques. Mit der Zeit erhielt die Karte mehr Funktionen, wie die Möglichkeit, an Geldautomaten Bargeld abzuheben. Doch 2002 war Schluss mit den Eurocheques und somit auch Schluss mit der Eurocheque-Karte.

Das blau-rote EC-Logo verblieb jedoch auf Karten und Geldautomaten, um den Kartennutzer nicht vollends zu verwirren. Doch statt für Eurocheque stand es nun für Electronic Cash. Mit Electronic Cash kam die Kartenzahlung mit PIN-Eingabe, es wurde das offizielle Debitkartensystem der Deutschen Kreditwirtschaft.

Dann liefen die Markenrechte für das Electronic-Cash-Logo aus. EC sieht man zwar noch häufig an Geldautomaten, doch die Deutsche Kreditwirtschaft darf das Logo nicht mehr für sich nutzen. Deshalb steht auf deutschen Debitkarten seit 2007 Girocard statt Electronic Cash, denn so heißt das deutsche Debitkartensystem heute.

Der Nachfolger der EC-Karte – die Girocard

Eine Girocard ist eine Bankkarte, die Abhebungen von Bargeld aber auch bargeldloses Zahlen möglich macht. Die Karte belastet dein Girokonto bei gemeinsamer Nutzung mit PIN sofort.

Du hast mit einer Girokarte also zu jeder Zeit volle Kontrolle über deine Zahlungen und kannst nicht auf geplatzten Zahlungen sitzen bleiben, falls dein Konto mal leer sein sollte.

Nachteil der Girocard – die internationale Akzeptanz

Doch die deutsche Girocard hat entscheidende Nachteile, sie ist zum Beispiel nur in Deutschland nutzbar. Deshalb unterstützt eine Girocard normalerweise auch ein anderes, internationales Zahlungssystem, doch die wenigsten dieser Karten sind problemlos überall auf der Welt einsetzbar. Auch sind internationale Zahlungen mit zusätzlichen Kosten verbunden.

Ein weiterer Nachteil ist, dass sich die Girocard nicht für Online-Zahlungen nutzen lässt. Du musst dann entweder einen externen Dienst, oder zusätzlich eine Kreditkarte nutzen.

Aus diesen Gründen sind aktuell Debitkarten oder Prepaid-Kreditkarten mit ähnlichen Funktionen auf dem Vormarsch, denn diese haben viele zusätzliche Vorteile, die eine klassische Girocard alt aussehen lassen. Sie vereinen die Vorteile einer Debitkarte und ergänzen sie mit nützlichen Funktionen von Kreditkarten.

Girokarte, Debitkarte oder Kreditkarte für Selbstständige?

Gerade für Selbstständige, die auch online bezahlen, ist eine Debitkarte wie die Holvi Business Mastercard oft die bessere Wahl als eine klassische Girocard.

Im Unterschied zu einer Prepaid-Kreditkarte muss eine Debitkarte nicht aufgeladen werden. Du kannst allerdings nur soviel ausgeben, wie auf deinem Geschäftskonto verfügbar ist.

Eine klassische Kreditkarte für Selbstständige bietet dir dagegen einen echten Kreditrahmen. Daher ist für die Beantragung meist eine Bonitätsprüfung erforderlich.

Moderne Debitkarten und Kreditkarten bieten dir nützliche Buchhaltungsfeatures, mit denen du deine Ausgaben im Blick behältst und deine Finanzen bequem verwalten kannst.

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