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Die EC-Karte ist tot - Der Aufstieg der Debitkarte in Deutschland

Posted by Monika Butterweck on 27.01.17 14:50

Heute schon mit EC-Karte bezahlt? Wahrscheinlich nicht. Denn die klassische EC-Karte gibt es schon seit 2002 nicht mehr. Vielen Karteninhabern ist das überhaupt nicht bewusst, doch das, was du für eine EC-Karte hältst, ist eine Debitkarte, womöglich “Girocard” oder Debit Mastercard. Doch das blau-rote EC Logo noch an vielen Geldautomaten zu sehen und aus unseren Köpfen nicht wegzubekommen. Ob es wichtig zu wissen ist, ob das nun EC oder Girocard, oder was auch immer ist, magst du fragen. Ja, sage ich, denn eine Debitkarte hat viele Vorteile gegenüber der EC-Karte.

Zunächst zur Nomenklatur: Was war die EC-Karte?

EC stand früher für Eurocheque und war eine reine Garantiekarte für die Einlösung von Eurocheques. Mit der Zeit erhielt die Karte mehr Funktionen, wie die Möglichkeit an Geldautomaten Bargeld abzuheben. Doch 2002 war Schluss mit den Eurocheques und somit auch Schluss mit der Eurocheque Karte.

Das blau-rote EC Logo verblieb jedoch auf Karten und Geldautomaten, um den Kartennutzer nicht vollends zu verwirren. Doch statt für Eurocheque stand es nun für Electronic Cash. Mit Electronic Cash kam die Kartenzahlung mit PIN-Eingabe, es wurde das offizielle Debitkartensystem der Deutschen Kreditwirtschaft.
Dann liefen die Markenrechte aus für das Electronic Cash Logo aus. EC sieht man zwar noch häufig an Geldautomaten, doch die Deutsche Kreditwirtschaft darf das Logo nicht mehr für sich nutzen. Deshalb steht auf deutschen Debitkarten seit 2007 “Girocard” statt “Electronic Cash”, denn so heißt das deutsche Debitkartensystem heute.

Kreditkarte Mastercard Debitkarte Business

Was ist eine Debitkarte?

Eine Debitkarte (von lat. debere ‘schulden’, endlich bringt mir mein altsprachliches Abitur etwas!) ist eine Bankkarte, die Abhebungen von Bargeld aber auch bargeldloses Zahlen möglich macht. Die Karte belastet dein Girokonto bei gemeinsamer Nutzung mit PIN sofort. Anders als zum Beispiel eine GeldKarte, die einen Chip enthält, auf den man erst Geld laden muss, ähnlich einer Prepaid-SIM für dein Handy.

Du hast mit einer Girocard also zu jeder Zeit volle Kontrolle über deine Zahlungen und kannst nicht auf geplatzten Zahlungen sitzen bleiben, falls dein Konto mal leer sein sollte. So vermeidest du zusätzliche Kosten, die dir zum Beispiel Inkassounternehmen aufdrücken wollen. Und die werden von Geschäften gerne sehr schnell beauftragt.

Doch die deutsche Girocard hat entscheidende Nachteile, sie ist zum Beispiel nur in Deutschland nutzbar. Deshalb unterstützt eine Girocard normalerweise auch ein anderes, internationales Zahlungssystem, doch die wenigsten dieser Karten sind problemlos überall auf der Welt einsetzbar. Auch sind internationale Zahlungen mit zusätzlichen Kosten verbunden. Ein weiterer Nachteil ist, dass sich die Girocard nicht für Online-Zahlungen nutzen lässt. Du musst dann entweder einen externen Dienst, oder zusätzlich eine Kreditkarte nutzen.

Aus diesen Gründen sind aktuell Debitkarten von Kreditkartenunternehmen auf dem Vormarsch, denn diese haben viele zusätzliche Vorteile, die eine klassische Girocard alt aussehen lassen! Sie vereinen die Vorteile von Debitkarte und ergänzen sie mit nützlichen Funktionen von Kreditkarten. Eine solche Lösung ist die Debit Mastercard. Mehr zu den Vorteilen der Debit Mastercard, hier!


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