Holvi Blog für Makers & Doers

Der Macher hinter Holvis neuer Homepage

Gründerstorys · 07.03.17 16:14 · Mike Morlock

Jürgen Hassler arbeitete mehrere Jahre als Senior Art Director in einer Agentur für viele große Unternehmen wie Red Bull, Ikea, Puma und Expedia, bevor er sich dazu entschloss, sich als Freelancer selbstständig zu machen. Auch wir von Holvi konnten seinem Auge für Design nicht widerstehen und haben ihm deswegen den Auftrag erteilt, unsere Homepage neu zu gestalten. In unserem Interview wollen wir uns näher mit ihm und typischen Freelancer-Problemen auseinandersetzen.

Vielen Dank für deine Bemühungen um unsere neue Homepage. Wie war es, mit einem finnischen Unternehmen zusammen zu arbeiten? Hast du davor schon mit ausländischen Unternehmen zusammen gearbeitet?

Gerne. Es hat Spaß gemacht und ich freue mich auf alles, was noch kommt.

Einen länderspezifischen Unterschied kann ich nicht nennen. Die meisten Unternehmen, mit denen ich in der Vergangenheit gearbeitet habe, hatten Teams mit Leuten unterschiedlichster Nationalitäten. Die größten Unterschiede bei der Zusammenarbeit liegen meist in der Unternehmenskultur. Bei Holvi habe ich die kollaborative und offene Arbeitsatmosphäre genossen. Durch die enge Zusammenarbeit mit dem Team in Finnland, habe ich mich wie ein remote arbeitendes Teammitglied gefühlt, anstelle eines Freelancers in einem klassischen Kunden-Auftraggeber-Verhältnis. So eine offene Atmosphäre bietet auch mehr Fläche für bessere Lösungen.

Warum hast du dich dazu entschieden, Freelancer zu werden? Was hat sich dadurch für dich geändert?

Die Entscheidung war vorrangig von meinem Willen nach Selbstbestimmtheit und Unabhängigkeit getrieben. Ich wollte mich von dem klassischen Agenturmodell loslösen und mich gleichzeitig verstärkt auf Unternehmen konzentrieren, mit denen ich an Produkten und Services arbeiten kann. Geändert hat sich natürlich einiges. In einer großen Agentur werden Aufgaben wie Projektmanagement und alles Business-seitige von Creatives fern gehalten, weil es Leute gibt, die sich explizit darum kümmern. All diese Dinge müssen nun selbst bewältigt werden. Das ist natürlich zeitintensiv, gibt aber gleichzeitig die Freiheit, sich gezielt Projekte auszusuchen und die Art der Zusammenarbeit aktiv mitzubestimmen.

Gerade der Anfang des Freelancer-Daseins kann schwierig sein, wenn es darum geht, Kunden zu gewinnen. Wie lautet dein Tipp, um diese Zeit zu überstehen?

Die zwei wichtigsten Elemente sind Sichtbarkeit und ein aussagekräftiges Portfolio. Mit Sichtbarkeit meine ich eine ausgewogene Präsenz auf Portalen, auf denen man mit potenziellen Kunden in Kontakt treten kann. Unsere Zusammenarbeit kam beispielsweise über eine Twitter-Konversation zustande. Es ist einfach wichtig, aktiv zu sein und immer die Augen offen zu halten. Einfach nur auf Aufträge zu warten ist meiner Meinung die falsche und sehr wahrscheinlich auch eine frustrierende Taktik. Man sollte sich nicht davor scheuen, seinen Service anzubieten, indem man beispielsweise sein Portfolio versendet.

Wie groß ist die Konkurrenz generell und wie kann man sich von der großen Masse abheben?

Wenn man sich die Zahlen ansieht, ist die Konkurrenz groß. Jedoch war ich selbst noch nie in der Position mit befreundeten Freelancern konkurrieren zu müssen. Abheben kann man sich meist mit einer guten Kombination aus Soft-Skills, Designkompetenz und Erfahrung.

Kommen wir zu der Holvi-Homepage. Gab es bestimmte Design-Kriterien zu beachten, wenn man für einen Finanzdienstleister arbeitet?

Das Gute ist: Holvi ist kein klassischer Finanzdienstleister. Holvi möchte ja bewusst die alt eingefahren Prozesse aufbrechen, um einer bestimmte Zielgruppe ein einfacheres Banking- und Accounting-Tool anzubieten. Dadurch, dass wir in der Gestaltung mehr oder weniger den Reset-Knopf gedrückt haben, konnten wir ein grundsolides und ernstzunehmendes Designsystem bauen. Mit diesem System ist es möglich, einzelne Bausteine perfekt auszuarbeiten und gegebenenfalls hinzuzufügen. Dabei standen die Holvi-UserInnen bzw. die Besucher der Website, die mehr über Holvi erfahren wollen, bei jeder Entscheidung im Vordergrund. Da es sich hier um ein Finanzprodukt handelt, war es zudem wichtig, dass die Website professionell und vertrauenswürdig wirkt.

Was sind die typischen Fehler, wenn es um das Design und den Content einer Internetpräsenz geht? Wie kann man diese Fehler vermeiden?

Generell gibt es keine Liste von typischen Fehlern. Wenn man mit Auftraggebern zusammenarbeitet, ist es wichtig zu verstehen, dass es nicht darum geht, sich selbst zu verwirklichen. So gesehen liegen Fehler eher in der Herangehensweise als im Design an sich. Es geht darum mit den UserInnen zu sympathisieren bzw. ihre Rolle einzunehmen, das Business und die Intention zu verstehen und die richtigen Ziele zu definieren. Und genau zwischen diesen Bereichen gibt es auch immer irgendwo einen Bereich, in dem es möglich ist zu experimentieren und neue Ansätze auszuprobieren. Diese Dinge gilt es herauszufinden. Das ist uns auch bei der neuen Holvi-Website an einigen Stellen gelungen. Wir haben business- und nutzerorientierte Ziele definiert und uns im Prozess den Lösungen angenähert. Das Schöne ist auch, dass dieser Prozess nie vollständig abgeschlossen ist. Mit jedem Release lernen wir mehr und versuchen bessere Lösungen zu finden.

Denkst du, Freelancer in Deutschland erfahren genügend Unterstützung? Wenn nein, an welchen Punkten besteht Nachholbedarf?

Ich denke, dass Deutschland ein ganz guter Nährboden für Freelancer ist. Es gibt eine Menge interessanter Unternehmen und eine spannende Auswahl an Startups. Berlin bietet Freelancern besondere Vorteile, wie zum Beispiel die unzähligen Co-Working-Spaces und die große, internationale Community, in der man sich auf etlichen Events leicht vernetzen kann.

Der einzige Nachteil ist das meiner Meinung nach zu komplexe Steuersystem. Was mir hier persönlich fehlt, ist die Transparenz bei der Suche nach Steuerberatern. Es ist unglaublich schwierig einen Steuerberater zu finden, der auch das Kreativ-Business versteht. Einerseits gibt es tolle digitale Techniken und Steuerberater, andererseits wurden diese beiden Punkte bis heute noch nicht sinnvoll miteinander verknüpft. Hier besteht eindeutig Nachholbedarf.


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