Holvi Blog für Makers & Doers

In 11 Schritten zum Freelancer

Selbstständigkeit · 22.07.16 18:49 · Mike Morlock

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Heutzutage gibt es verschiedene Modelle, selbstständig tätig zu sein. Von der Vollzeit- bis hin zu Teilzeitmodellen neben der Anstellung ist alles möglich. Wichtig ist jedoch, dass die selbstständige Tätigkeit auf einem guten Fundament aufgebaut wird, damit der Traum, sein eigener Chef zu sein, auch wirklich dauerhaft gelebt werden kann. Mit diesen Tipps wollen wir euch Ratschläge mit auf den Weg geben, die unserer Meinung nach die Wichtigsten sind.

 1. Kenne deinen Wert!

Nur wer wirklich weiß, was er zu bieten hat, kann langfristig seine Fähigkeiten auch nachhaltig unter Beweis stellen. Arbeite deine Stärken heraus und kommuniziere deine Alleinstellungsmerkmale klar und deutlich nach außen, ohne dabei überheblich zu wirken. Betreibe Benchmarking und überprüfe, in welchem Bereich du auch wirklich realistische Chancen hast, deine Qualifikationen gekonnt einzusetzen, ohne dabei im Konkurrenzkampf dahin zu gehen.

  • Was zeichnet mich aus? / Was sind meine Qualitäten?
  • Wie viel Nachfrage gibt es nach meinen Fähigkeiten?
  • Wer sind meine Kunden?

 2. Businessplan erstellen!

Zunächst sollte das Leistungsangebot und die eigentliche Zielgruppe genau herausgearbeitet werden. Besonders wichtig hierbei ist die Unterscheidung zwischen privaten und Geschäftskunden. Der Businessplan hilft dir nicht nur als Argument für deinen Bankberater, sondern kann dir auch Probleme und Hindernisse in der eigenen Geschäftsidee aufzeigen.

  • Wie sieht mein Geschäftsmodell aus?
  • Wie sehen meine konkreten Ziele aus? Bis wann sollen sie erreicht werden?
  • Wie finanziere ich das ganze?

3. Nutze dein Netzwerk!

Deine Alleinstellungsmerkmale sind zwar wichtig, aber noch lange nicht die ganze Miete. Ohne die richtigen Kontakte und ein gut ausgebautes Netzwerk wird dir wohl oder übel vor allem eines fehlen: die Kunden. Am besten ist es natürlich, wenn du dieses Netzwerk schon vor deiner Selbstständigkeit aufgebaut hast, denn umso leichter fällt dir dadurch die Kundenakquise in deinem neuen Lebensabschnitt.

  • Wie groß ist mein vorhandenes Netzwerk?
  • Wer sind meine ersten Auftraggeber?
  • Was bietet mir mein Netzwerk? Neukunden? Erfahrungen/Innovationen?
  • Wie kann ich mein Netzwerk durch z. B. Meetups/Tech-Talks erweitern?

4. Gewerbetreibender oder Freiberufler?

Ein weiterer, wichtiger Aspekt gleich zu Beginn ist die Frage, ob du deine Selbstständigkeit als Freiberufler ausführen darfst oder ein Gewerbe anmelden musst. Sie ist leider schwierig zu beantworten, da das Finanzamt oftmals probiert, eigentliche Freiberufler in die Gewerbeecke zu stecken, da sie somit als gewerbesteuerpflichtig gelten. Letzten Endes entscheidet hier das Finanzamt.

  • Als Faustregel gilt:

Freiberufler üben wissenschaftliche, künstlerische, erzieherische oder schriftstellerische Tätigkeiten aus, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen.

5. Gewerbe anmelden!

Sollte deine freiberufliche Tätigkeit vom Finanzamt anerkannt werden, kannst du dir den Gang zum Gewerbeamt sparen. Das dort erhältliche Formular ausfüllen, Betrag um die 20 € bezahlen (variiert etwas von Gemeinde zu Gemeinde) und fertig!
Warum ist Holvi die erste Wahl für Selbstständige?

6. Umsatzsteuer beachten!

Die Kleinunternehmerregelung lässt dir Entscheidungsfreiheit, ob du auf deinen Rechnungen Umsatzsteuer (auch Mehrwertsteuer genannt) ausweist oder nicht. Kleinunternehmer ist der, der einen (geschätzten) Umsatz von unter 17500 € im ersten vollen Geschäftsjahr aggregiert.

Dieses Thema sprengt den Rahmen eines Blogbeitrags, weswegen wir euch hierfür gerne folgende Seite mit auf den Weg geben würden: kleinunternehmer.de

Randnotiz: Das Holvi-Konto mit seinem integrierten, kostenlosen Ust.-Konto kann dir einiges an Arbeit abnehmen. Hier findest du wie!

7. Fragebogen vom Finanzamt ausfüllen!

Dies ist einer der einfacheren Schritte, da du hierfür nicht einmal das Haus verlassen musst, denn dieser wird dir automatisch zugeschickt.

Vorsicht bei den Gewinnschätzungen! Sollten diese zu hoch angegeben werden, kann es durchaus sein, dass das Finanzamt eine Einkommenssteuervorauszahlung von dir haben will.

8. Geschäftskonto eröffnen!

Trenne dein Privatkonto unbedingt von deinen Geschäftsvorgängen. Dieser Schritt ist zwar nicht gesetzlich vorgeschrieben, er erleichtert dir aber viele Prozesse von Anfang an. Bei einer sauberen Trennung von Privatem und Geschäftlichem behältst du viel eher den Überblick über deine beruflichen Finanzen.

9. Erledige deinen ersten Auftrag

Nachdem du deinen eigentlichen Wert im ersten Schritt bereits festgestellt hast, solltest du dich hier Folgendes fragen: Wie hoch setze ich den Preis meiner Leistung? Zu beachten gilt, dass man trotz anfänglichem Druck, mit niedrigerem Preis Aufträge an Land zu ziehen, darauf achten sollte, dass es schwierig ist, den Preis wieder nach oben zu verändern.

  • Verkaufe dich nicht unter Wert!
  • Erstelle ein klares Angebot um Missverständnisse zu vermeiden!
  • erledige ihn mehr als zufriedenstellend ;-)

10. Erstelle eine ordentliche Rechnung!

Sofern du Umsatzsteuer ausweist, muss deine Rechnung diese ebenfalls enthalten. Wichtig: Genaue Zahlungsfrist angeben, sonst kann es zu Unstimmigkeiten kommen.

Eine ordentliche Rechnung sieht folgende Inhalte mindestens vor:

  • Name und Anschrift des Rechnungsstellers
  • Name und Anschrift des Kunden
  • Datum der Rechnung
  • Datum der Lieferung bzw. Leistung
  • Kontaktdaten wie E-Mail oder Telefonnummer
  • Angabe der genauen Zahlungsfrist
  • Steuernummer bzw. Umsatzteuer-Identifikationsnummer

Wie dir die automatische Rechnungserstellung inkl. Zahlungsverfolgung von Holvi weiterhelfen kann, um hier keine Risiken einzugehen, zeigen wir dir hier.

11. Ordentliche Buchhaltung!

Wähle von Anfang an ein einheitliches System nach dem du deine Buchhaltung ausführst. Je besser das System, desto weniger Stress zum Ende des Abrechnungszeitraumes!

Wir von Holvi können dir hier mit unserer automatisierten Buchhaltung das Leben deutlich erleichtern, da unser Konto eine vollautomatische Ablage für alle geschäftsrelevanten Vorgänge darstellt.

Das automatisch integrierte Umsatzsteuer-Konto verrechnet die Ust. mit bereits gezahlter Vorsteuer automatisch, das heißt du siehst immer ganz genau, wie viel Umsatzsteuer du dem Staat noch schuldest (oder er dir gegebenenfalls schuldig ist).

Außerdem ist es möglich, den kompletten Datensatz deiner Geschäftsvorgänge per Dropbox-Integration an deinen Steuerberater weiterzuleiten. Bedeutet für alle, weniger Stress, weniger Arbeit und keine bösen Überraschungen mehr. Du hast zu jeder Zahlung die Möglichkeit, ein Dokument hochzuladen, um die Rechnung direkt der entsprechenden Ausgabe zuzuordnen.

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